Menu
Menü
X

Arbeitsstelle "midi" eröffnet

Kirche und Diakonie in ihrer Mission unterstützen

Ev. Arbeitsstelle midi von Kirche, Diakonie und AMD eröffnet Mit einem festlichen Gottesdienst in der Berliner Golgatha-Kirche eröffnete Landesbischof Markus Dröge am 27. Mai die Evangelische Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung midi. Ihr Auftrag: Kirche und Diakonie in ihrer Mission zu unterstützen.

Auf der ersten Jahrestagung von midi am 28. Mai äußerten sich führende Vertreter aus Kirche, Diakonie und Mission zu den künftigen Arbeitsfeldern der neuen Arbeitsstelle. Hierzu zählten Dr. Thies Gundlach, Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland und Landesbischof i.R. Ulrich Fischer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD).

Die Bedeutung des Auftrags von midi zeige sich angesichts der jüngsten Prognose, nach der sich die Mitgliederzahl der Kirchen in Deutschland bis 2060 halbiert haben soll, erklärte Gundlach. Deshalb muss die Kirche als Institution ein Selbstverständnis frei von ihrer Größe entwickeln und zu einer flexiblen Organisation werden. Die Einrichtung der neuen Arbeitsstelle sei von der Sehnsucht nach einem Kreativraum geprägt, in dem frisch und quer gedacht werde. midi soll Wege der Zusammenarbeit von Kirche und Diakonie vor Ort anschaulich machen und damit einen Teil zum kirchlichen Umbauprozess beitragen.„Wir gestalten Diakonie in einer säkularer und religiös pluraler werdenden Gesellschaft. Wie gelingt uns das, ohne unser besonderes evangelisches Profil aufzugeben?“, fragte Diakonie-Präsident Lilie auf der Jahrestagung. Dafür brauche es vor allem ein konzeptionelles Nachdenken über das Selbstverständnis von Kirche und Diakonie in einer Gesellschaft im Wandel. Die Diskussion um das kirchliche Arbeitsrecht und die Frage der Religionszugehörigkeit als beruflicher Anforderung habe die Profilfrage in der Diakonie noch verschärft. „Das kirchlich-diakonische Selbstverständnis unserer Arbeit muss für die Politik, die Öffentlichkeit und für die Nutzerinnen und Nutzer diakonischer Angebote erkennbar und nachvollziehbar bleiben“, betonte Lilie. Die Arbeitsstelle midi soll an dieser Stelle mit überzeugenden Formaten die diakonische Profilbildung unterstützen. In seinem neuesten Blog-Beitrag schreibt Ulrich Lilie über evangelisches Netzwerken bei midi.

 Der AMD-Vorsitzende Fischer äußerte sich erfreut darüber, dass das Thema Mission in den Landeskirchen angekommen sei und durch die Arbeitsstelle midi zum Gemeingut für Kirche und Diakonie werde. „Vorbei ist die Zeit, in der nur sehr verschämt in der Kirche über Mission gesprochen wurde und in der dem Thema sowie der Praxis der „Mission“ etwas Unanständiges oder gar Reaktionäres anhaftete. Mission und Evangelisation gehören zum Grundauftrag der Kirche.“

 Auf der Jahrestagung stellte midi erste Arbeitsthemen vor und nahm die Teilnehmenden mit auf eine Tour zu missionarisch-diakonischen Projekten in Berlin. Darunter waren die Gemeinden „Berlinprojekt“ und „Refo Moabit“, die stark sozialraumorientiert Kirche für junge Menschen in der Großstadt gestalten, und der Kirchenkreis Lichtenberg, der eine eigene Studie über Konfessionslosigkeit vorstellte.    


top