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Ohne Kirche fehlt etwas!

Warum es die Kirche braucht

Ein Plädoyer für die Kirche hält der Pfarrer und Liedermacher Clemens Bittlinger mit seinem ermutigenden Gedicht . Lesen Sie weiter per Klick.

Plädoyer

 

Schon von weitem kann man sehen:

es gibt sie in jedem Ort,

sie hat überall Filialen

und schenkt Raum für Gottes Wort.

Menschen kommen hier zusammen,

manche finden hier Asyl,

und seit vielen hundert Jahren

ist sie da, ist sie stabil.

 

Wohin sollen wir uns wenden,

wenn die Welt um uns zerfällt,

wenn wir nicht mehr weiter wissen:

Jeder scheint auf sich gestellt?

Dann tut's gut dorthin zu eilen,

wo wir zu einander stehn,

miteinander Sorgen teilen

und ein Licht im Dunkeln sehn.

 

Wenn die Kräfte sich verschieben

und die Lüge uns verführt,

man die Stiefel und Parolen

wieder in den Straßen hört,

dann ist's gut den Ort zu kennen,

wo die Liebe Maßstab ist,

wir die Lügen klar benennen

und bekennen: Ich bin Christ.

 

Wer gestaltet Übergänge,

wo ist Tod und Leben Kult?

Wo erklingen Lobgesänge?

Wo stehn wir zu unsrer Schuld?

Wo wir lernen zu vergeben,

dort vereint uns ein Gebet.

Wo beginnt schon hier ein Leben,

das am Ende weitergeht?

 

Orgelspiel und Chorgesänge,

Bilder, Bauten und Kultur,

alte und ganz neue Klänge,

mal in Moll und oft in Dur -

viele können sich entfalten,

andre hören gerne zu.

Kirche lebt vom Mitgestalten,

lebt von uns, vom "Ich und Du".

 

Wo ihr einem der Geringsten

helft und nicht vorübergeht,

habt ihr Christus selbst geholfen,

der zu seiner Kirche steht.

Seine Liebe und sein Wesen

prägt den Geist, schärft den Verstand,

daran kann die Welt genesen

und verleiht uns festen Stand.

 

Darin liegt für mich der Sinn,

warum ich gerne weiterhin

in und bei der Kirche bin.

 

Clemens Bittlinger

 


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